Priorität (Singular!) setzen – The One Thing

Priorität (Singular!) setzen – The One Thing

Gerade wenn man eine Selbstständigkeit oder ein Unternehmen aufbaut, ist es super leicht, sich zu verzetteln. Viel zu viele arbeitende Menschen verzetteln sich oder verirren sich im Hamsterrad – ob selbstgebaut oder nicht. Jetzt heißt es Effizienz statt Geschäftigkeit, Solostasking statt Multitasking und Optimierung statt Überplanung. Ich rezensiere im Folgenden “The One Thing” von Gary Keller für euch.

Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  1. Meine gesamte Zeitplanung über den Haufen geworfen
  2. Das Buch als Hörbuch gehört
  3. Viele Notizen gemacht

Mein Eindruck zu “The One Thing”:

“The One Thing” von Gary Keller ist ein sehr kurzweiliges Buch, das ich inzwischen schon drei oder vier Mal gelesen habe. Während ich mir gerade Gedanken darüber mache, was ich in dieser Rezension lobend erwähnen möchte, verspüre ich sogar das Bedürfnis, es ein weiteres Mal zu lesen. Nicht, weil dieses Buch so unfassbar gut geschrieben wäre, nein. Weil ich jedes Mal andere Erkenntnisse und Optmierungsmöglichkeiten für die Praxis mit aus dem Buch für mich mitnehme.

Insgesamt ist “The One Thing” ein Buch, das du an einem Wochenende lesen kannst. Ich habe das Buch zwar in drei Tagen ausgelesen, aber die Konsequenzen waren weitreichend. Ich habe eine gute Woche frei gemacht, um meine Ziele, Projekte und mein gesamtes Zeitmanagement auf den Kopf zu stellen und neu zu planen. Allein das macht das Buch herrlich. Die Frage, die das Buch jedem Leser und jeder Leserin in den Kopf pflanzt, ist: “Welche ist die eine Sache, die ich jetzt tun kann, damit alles andere einfacher oder sogar überflüssig wird?”. Es geht darum, sich eine einzige Priorität zu setzen und sich ihr komplett zu verschreiben.

Stärken des Buchs:

Stark finde ich an “The One Thing” von Gary Keller, dass vieles mit Anekdoten über andere erfolgreiche Menschen dargestellt ist, es sich aber um keine reine Biografie-Sammlung handelt, wie ich es bei Büchern von Rainer Zittelmann mal ganz pauschal kritisieren würde. Gary Keller schreibt überwiegend abwechslungsreich und geht zwischen den biografischen Ausflügen über andere erfolgreiche Menschen immer wieder auf den Leser ein. Die Ratschläge, die Gary Keller gibt, sind tatsächlich typische Selbstmanagement-Ratschläge. Zentral ist allerdings die Aussage, dass du dich täglich mindestens vier Stunden der einen Sache widmen solltest. Natürlich erklärt der Autor auch, wie du die eine Priorität für dich erkennen und setzen kannst.

Wichtig und interessant fand ich außerdem die Aussage, dass wir gar nicht besonders viel Willenskraft und Disziplin benötigen, wenn wir ein erfolgreiches Leben führen. Gary Keller geht, wie viele einschlägige Autoren auch, darauf ein, dass wir nur 66 Tage Disziplin brauchen, um uns eine Gewohnheit anzutrainieren, die zu unserem Erfolg beiträgt. Eine wunderbare Aussage, die ich in mein Leben eingebaut habe.

Zudem will ich noch die Stärke des Buches hervorheben, dass es wirklich mehrmals lesbar ist. Immer, wenn du das Buch lesen wirst, findest du neue Inhalte, die du auf dich und dein Leben anwenden kannst. Das ist großartig!

Auch auf Multitasking geht Gary Keller ein. Hierzu hat er einen prägenden, klaren Satz verfasst. “Multitasking ist nichts anderes als die Gelegenheit, mehrere Dinge gleichzeitig zu vermasseln.” Großartig”!

Schwächen des Buchs:

Im Grunde habe ich tatsächlich schon fast alles gesagt, was dir “The One Thing” von Gary Keller bringen wird. Das Buch hat nicht allzu viele Aussagen und wenn du schon viele Bücher zu ähnlichen Themen gelesen hast, wird hierin eine Menge wiederholt. Aber das ist im Themenfeld der Selbstoptimierung zumindest meiner Erfahrung nach völlig normal. Ein wenig empfinde ich es auch als Schwäche, dass es immer um außergewöhnliche Ergebnisse und ein außergewöhnliches Leben geht. Vielleicht bin ich einfach noch nicht soweit, nach Außergewöhnlichkeit und Exzellenz zu streben. Ein “sehr gut” oder ein “so zufriedenstellend, sodass ich glücklich bin” reicht mir derzeit. Daher halte ich es für wichtig, dass Lesende dieses Buches sich nicht gleich als Versager fühlen, wenn sie das Buch nur partiell als Ratgeber für ihr Leben annehmen, statt sofort nach außergewöhnlichen Ergebnissen zu streben.

Eine weitere (kleine) Schwäche von “The One Thing” ist womöglich, dass Gary Keller regelrecht verachtungsvoll von Zeitverschwendung spricht. Man kann alles übertreiben, man kann alles zu sehr durchziehen. Ein wenig Zeitverschwendung, ein wenig Genuss. Ein bisschen Langsamkeit … Das tut uns doch allen manchmal gut. Gary Keller scheint sein Leben zu einem einzigen Wettlauf zu machen, und das kann natürlich ziemlich schädlich werden, wenn man nicht weiß, wie man mit Ratschlägen aus einem Buch wie diesem umzugehen hat.

Mein Fazit zu “The One Thing”:

Tatsächlich lassen sich die Kernaussagen aus “The One Thing” auf zwei A4-Seiten zusammenfassen, auf der anderen Seite aber finde ich immer wieder etwas Neues in diesem Buch. Ich habe nach der ersten Lektüre von “The One Thing” meine gesamte Zeitplanung über den Haufen geworfen. Dieses Buch ist eine wunderbare Hilfe zum Selbstmanagement und ich würde sagen, dass es gerade für Personen ohne Vorkenntnisse in diesem Gebiet ideal ist!

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The One Thng

Gary Keller

Ratgeber
Softcover, 256 Seiten

erschienen bei Redline Verlag

11. September 2017

ISBN 978-3-868816815


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