Schlagwort: 2015

Euer Merkwürden und ausradiertes Wissen – Ich und die Menschen

Euer Merkwürden und ausradiertes Wissen – Ich und die Menschen

In „Ich und die Menschen“ von Matt Haig wird ein Alien zur Strafe auf eine Mission in einem entlegenen Winkel des Universums geschickt. Es nimmt auf dem merkwürdigen Planeten namens „Erde“ die Gestalt eines 43-jährigen Mathematikprofessors an und – na klar, verursacht einen Autounfall und läuft danach seelenruhig nackt die Straße entlang.

Es kennt die Gepflogenheiten der Menschen nicht, wird von Autofahrern, die vorbeifahren, angespuckt und grüßt freundlich zur Begrüßung zurück. So witzig das alles beginnt, steckt aber eine viel größere Mission dahinter. Das Alien versucht, in einer Tankstelle etwas zu Essen zu bekommen, sich in einer Buchhandlung zu orientieren und schließlich die Menschen zu verstehen. Da das nicht so recht gelingt und es immer noch nackt ist, landet es in einer Psychiatrie, bevor es endlich den Platz einnehmen kann, dessen Identität zuvor ausgelöscht wurde.

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Mehr davon! – Morgen ist leider auch noch ein Tag [Rezension]

Mehr davon! – Morgen ist leider auch noch ein Tag [Rezension]

Tobi Katze hat Depressionen. “Morgen ist leider auch noch ein Tag” heißt sein autobiografischer, aber humorvoll und nicht ganz der Wahrheit entsprechender Roman. Zumindest hoffe ich, dass Tobi nicht all die Extreme durchgemacht hat, die in diesem Buch vorkommen.

Er liegt in seinem Bett, kann sich wegen der Depression kaum bewegen, und wenn, dann in eine Bar, um dort zu saufen. Alkohol ist bei Tobi Katze ein zentrales Thema, und es macht die Depression, welch Überraschung, bedeutend schlimmer. Der Autor nimmt uns allerdings auch mit zu seinem Therapeuten, nimmt im Laufe des Buches Antidepressiva und versucht, eine Besserung seiner Symptome zu erreichen, um auf Dauer aus seiner psychischen Erkrankung herauszukommen.

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Seinen Frieden finden – Das Lachen des Geckos [Rezension]

Seinen Frieden finden – Das Lachen des Geckos [Rezension]

Félix Ventura geht einer ungewöhnlichen Tätigkeit nach: Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie, beliefert sie mit Fotografien von illustren Vorfahren und versorgt sie mit glücklichen Erinnerungen.
Doch eines Nachts kommt ein Fremder in sein Haus, dem er eine neue angolanische Identität verschaffen soll. Venturas Schöpfung auf den Namen José Buchmann beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend mit der erfundenen Person identifiziert und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vergangenheit begibt.

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Mühelose Redundanz – Einmal Mondstern und zurück [Rezension]

Mühelose Redundanz – Einmal Mondstern und zurück [Rezension]

Louana und Solveigh sind Schwestern und gehen in die Grundschule. Eines Tages werden sie informiert, dass ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind und kommen sofort in eine neue Familie zu den Steiners. Dort können sie aber nicht lange bleiben und kommen zu ihren Großeltern, die zwar in der Nähe wohnen, aber vorher verschollen oder einfach unbekannt waren. Dann werden die Mädchen schlecht behandelt und gehen nie wieder zur Schule. Irgendwann werden noch die Eltern beerdigt, und Louana findet imaginäre Freunde, wahlweise als Wolkenmensch oder im Mond selbst, so richtig entscheiden kann sie sich da nicht. Aber eines steht fest: Nachdem das Jugendbuch die Geschichte vorangetrieben hat, geht es plötzlich um Gott und dann fällt den Mädchen ein, dass man auch mal trauern könnte, weil die Eltern ja gestorben sind.

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Oliven & Krebs – Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe [Rezension]

Oliven & Krebs – Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe [Rezension]

Zac hat Leukämie und gammelt im Krankenhaus rum. Ja, er gammelt wirklich, denn er hat nichts zu tun, darf nicht einmal aufstehen. Seine Knochenmarktransplantation ist einige Zeit her und gerade muss er wirklich nur Zeit absitzen, bis er wieder nach Hause darf, wo die Farm seiner Eltern auf ihn wartet: Ein Olivenhain mit Steichelzoo.

Alpakas, Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen… Und dann noch die gierige Füchsin. Aber was passiert? Statt dass Zac zu Hause mithelfen und in die zwölfte Klasse gehen kann, muss er im Krankenhausbett liegen. Nichts Spannendes geschieht. Bis Mia im Zimmer nebenan einzieht. Sie ist anders. Laut, rebellisch. Zickig. Launig. Und dann spielt sie Lady Gaga auf einer Lautstärke, die das Krankenhaus erbeben lässt. Mit einem Klopen gegen die Wand fängt alles an. Zac wollte eigentlich nur seine Ruhe. Aber Mia antwortete mit einem Pochen, und seit diesem Zeitpunkt gehören die beiden zusammen.

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Sprachpoet und Weltenmaler – Verhext [Rezension]

Sprachpoet und Weltenmaler – Verhext [Rezension]

Verhext ist ein Sammelband mit fünf phantastischen Erzählungen, die alle in unterschiedliche Welten und Geschichten eintauchen lassen. Wir leiden mit der Magierin Catya, die sich mit den Regeln und Strafen der Magierakademie herumzuplagen hat, begegnen Kendra von den Meeren auf einem geisterhaften Strand, der wahren Liebe in einer düsteren Zitadelle, einer Horde Bestien im 11. Jahrhundert und dem Herr der Toten selbst. Verhext, Kendras Auge, Nur ein Stein, Exsanguis, Glaswiesentänzer, so heißen die Geschichten. Ihnen allen ist eines gemeinsam: der Versuch, die Magie dazu zu nutzen, die eigenen Sehnsüchte zu stillen. Doch bald müssen die Protagonisten lernen, dass die Magie ihren eigenen Kopf hat, dass sie nicht alles heilen kann, dass sie gefährlich ist, einen manchmal auffrisst mit Haut und Haaren und ins Verderben stürzt.

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