Das Young-Adult-Buch mit Roadtrip, das nicht nervt – Saving June

Das Young-Adult-Buch mit Roadtrip, das nicht nervt – Saving June

Saving June: Harpers Schwester June ist tot. Selbstmord und keiner versteht es. Vor allem Harper nicht, die ihre große Schwester immer beneidete. Um sie mehr zu verstehen, fährt sie nach Kalifornien, wohin June immer wollte und es nie geschafft hat. Mit dabei sind ihre beste Freundin, die mit jedem sofort Freundschaft schließt, und der Musikfreak Jake, der bei June Nachhilfe genommen hat und irgendwie mehr über sie zu wissen scheint, als er sagen will.

Dieses Buch liegt uns auf Englisch vor.

Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe:

  1. Mich gefreut, dass ich es nun besitze und immer wieder lesen kann.
  2. Mich gefreut, dass es noch genauso gut wie beim ersten Lesen war.
  3. Es allen empfohlen und keiner hat’s gelesen.

Mein Eindruck zu Saving June:

Ich hab „Saving June* eigentlich nur wegen des Titels gelesen. Ich dachte, da wird der Juni gerettet. Dass es ein Name ist, hat mich dann begeistert und ich wollte sofort Juni heißen. Vielleicht als Zweitname? Magret Juni Kindermann. Obwohl es da nicht um den Frühsommer geht, der gerettet werden muss, ist es für mich das perfekte Sommerbuch. Ach ja: Ich hab keine deutsche Übersetzung dazu gefunden, die Sprache ist also Englisch.

Saving June als E-Book. Foto: Magret Kindermann
Saving June als E-Book. Foto: Magret Kindermann

Stärken des Buchs:

Das behandelt das Thema Suizid unglaublich gut. Das Buch schafft die Balance zwischen Lebensfreude und Lebensangst perfekt. Damit ist in meinen Augen die Jugend genau getroffen und ich nehme die Figuren ernst. Die Trauer um June wird nicht unter den Teppich gekehrt, aber auch nicht für künstliches Drama missbraucht.

Das Buch macht einfach Bock! Es ist jung, sommerlich, kribbelig.  In den Tagen, in denen ich es las, hatte ich konstant gute Laune.

Schwächen des Buchs:

Saving June hat nur einen Punkt, der mich etwas nervt: die beste Freundin. Das ist so eine dauerquatschende, dauerfröhliche Tussi, die aber natüüüüüürlich doch voll die Tiefe haben soll. Na klar. Ich mag solche gekünstelten Menschen einfach nicht und hab mich geärgert, dass sie überhaupt mitfahren muss. Ich verstehe es aber, man braucht einen Puffer zwischen Harper und Jake. Nach ein paar Seiten hab ich dann auch meinen Frieden mit ihr geschlossen.

Mein Fazit zu Saving June:

Mann, ich will es direkt noch mal lesen. Durch die Schwangerschaft und Mutterrolle durstet es  mich momentan nach leichter, guter Kost. Aber finde sowas mal, ohne dass das Buch gleich strohdumm ist! Ich hab die Suche schließlich aufgegeben und „Saving June“ einfach noch mal gelesen, das ich vor ein paar Jahren das erste Mal las. Ach ja, kleiner Bonus: Jake hat einen unheimlich guten Musikgeschmack und teilt seine Playlists gerne mit uns.

Mehr von Magrets Wortgewalt gefällig? Hier findest du ihre Beiträge beim Buchensemble.

Saving June

Hannah Harrington

Young Adult Liebesroman
Softcover, 336 Seiten

erschienen bei HaperCollins

01. Juni 2012

ISBN 978-1-848450950

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Magret liest nie, ohne dabei zu schimpfen. Am wenigsten mag sie wiedergekäute Ideen, leere Worthülsen oder Floskeln. Dafür steht sie auf Experimente, selbst wenn sie schiefgehen. Die Figuren sind ihr wichtiger als der Plot. Daher liest sie vor allem Entwicklungsromane, klassische und welche der Gegenwartsliteratur.

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