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Des einen Leid, des anderen Freud: Wo wir Bücher kaufen

Des einen Leid, des anderen Freud: Wo wir Bücher kaufen

Der Bücherkauf – ein leidiges Thema, besonders für mich. Denn in meiner Stadt ist der Buchhandel ausgestorben. Um ein Buch zu kaufen, kann ich entweder zu Morawa gehen, oder zu diesem sonderbaren esoterischen Buchladen, der ausschließlich Bücher über Gott und Reinkarnation verkauft. Will ich eine Alternative, muss ich wirklich in die Peripherie fahren, in eines der großen Shoppingcenter. Dort erwartet mich dann aber natürlich auch kein kleiner, romantischer Buchladen, sondern eine andere Kette, wie Thalia zum Beispiel. Die besten Buchläden haben alle in den letzten zwanzig Jahren zugemacht und uns Leseratten hilflos zurückgelassen. Gott sei dank scheint dieses Problem aber noch nicht in allen Orten Europas Überhand genommen zu haben. Zum Beispiel in Eisenach und bei Curly zuhause ist die Welt noch in Ordnung: Magret sagt: „Ich  kaufe sehr gerne in einer kleinen Buchhandlung bei mir in der Stadt. Sie heißt LeseLust, falls mal jemand Eisenach besucht. Ich habe noch nie so schöne und ausgewählte Bücher in einem Laden gesehen. Da entdecke ich immer wieder wahre Kunstwerke. Manchmal gehe ich nur rein, um zu gucken. Der Besitzer erzählte mir, er biete nur Bücher an, die er selbst toll findet. Das merkt man und zeugt von einem unglaublichen Mut in der ...
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Selfpublishing und Crowdfunding – Zwei Autorinnen und ihr Ding

Selfpublishing und Crowdfunding – Zwei Autorinnen und ihr Ding

Catherine Strefford veröffentlicht ihren Roman „Nur kurz leben“ selbst. Dafür bedient sie sich des Crowdfundings, wie ich es auch bei „Hanover’s Blind“ gemacht habe. In diesem Artikel möchten Catherine und ich euch ein paar Hintergrundinfos zum Thema Crowdfunding geben: Wie werden Bücher durch Crowdfunding auf den Weg gebracht, wie sieht das Marketing aus, und warum ist Crowdfunding eigentlich so wichtig? Darum geht es in "Nur kurz leben" von Catherine Strefford In Catherine Streffords „Nur kurz leben“ geht es um den achtundzwanzigjährigen Richie, der die Schnauze voll hat. Immer hat er sich an die Regeln gehalten, das Leben gab ihm trotzdem nichts. Er beschließt es selbst in die Hand zu nehmen und hilft seinem Leben ein bisschen auf die Sprünge: er klaut Geld bei einer Tankstelle und flüchtet mit gut vierzehntausend Euro und einem geklauten Auto in Richtung Süden. Dumm nur, dass auf der Rückbank Leon schläft … Selfpublisherinnen und die Markttauglichkeit Kia sagt: "Als ich Hanover’s Blind veröffentlichen wollte, wusste ich, dass die Veröffentlichung professionell ablaufen soll. Ich habe mich erst bei Kleinverlagen beworben, und auch tatsächlich drei Zusagen erhalten. Aber ein Verlag wollte, dass meine Geschichte „schwuler“ wird, der andere wollte, dass ich eine Reihe daraus mache, und der ...
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Das Leseverhalten: Zeig mir, wie du liest

Das Leseverhalten: Zeig mir, wie du liest

Zeig mir, wie du liest und ich sag‘ dir, wer du bist. Wie schnell oder langsam lesen wir? Wie viel oder wenig lesen wir? Muss unser Leseverhalten immer getrackt werden, und was stellen wir mit diesen Infos an? Das Buchensemble liest: Mal viel, mal wenig. Täglich, unregelmäßig – und wir, die Autoren vom Buchensemble, haben unser Leseverhalten beobachtet ...
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Kurzromane – Der literarische Brunch

Kurzromane – Der literarische Brunch

Kurzromane sind wie der Brunch für die Mahlzeiten: Ein Zwischending. Zu umfassend für eine Kurzgeschichte und zu knapp für einen ausgewachsenen Roman. Inhaltlich kann ein guter Kurzroman ebenso gehaltvoll sein wie ein üppiges Festessen. Für echte Liebhaber*innen ist der literarische Brunch daher die beste Mahlzeit. Vielleicht auch, weil man sie sich nicht jeden Tag gönnt. Kurzromane im Buchensemble Hier im Buchensemble haben wir uns alle als Fans von Kurzromanen geoutet. Ich persönlich schätze das kurze, aber dafür umso intensivere Abtauchen in die Geschichten, deren Figuren oft gut ausgearbeitet sind und auf wenigen Buchseiten alles über sich verraten können. Magret Kindermann ist ein gutes Beispiel für kurze, starke Geschichten. Die „Tulpologie“ und „Und dein Leben, dein Leben“ sind auf wenigen Seiten erzählt. Als Leserin hatte ich am Ende dennoch das Gefühl, die Protagonistinnen zu kennen. Die Autorin musste dazu nur wenige Details über ihre Figuren verraten, einen Gedanken an die Kindheit, eine Angewohnheit, eine Geste. Vielmehr braucht es oft nicht, um eine Figur zu charakterisieren. Die Kunst im Kurzroman liegt für mich darin, die wichtigsten Informationen gekonnt, beiläufig in den Text einfließen zu lassen, ohne die Lesenden gleich mit der Nase darauf zu stoßen. Ich empfinde weitschweifige, detaillierte Beschreibungen, wie sie ...
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Wir hassen Trilogien, wir lieben Trilogien

Wir hassen Trilogien, wir lieben Trilogien

Das Buchensemble begegnet Trilogien mit gemischten Gefühlen. In diesem Artikel wollen wir aufzeigen, woher die Hassliebe zu Trilogien kommt, erklären, was eine Trilogie aus Lesersicht ist und welche Trilogien unserer Meinung nach die besten und die enttäuschendsten sind. "Ich lese Trilogien, aber nicht mit Absicht." "Früher habe ich Trilogien geliebt." "Es ist eine Hassliebe." "Sehr ungern lese ich Trilogien." Diese Aussagen unserer Rezensent*innen versprechen einen spannenden Artikel, also lasst uns direkt ins Thema Trilogien hineinspringen! ...
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Kurzgeschichten – Die Königsdisziplin der Schriftstellerei

Kurzgeschichten – Die Königsdisziplin der Schriftstellerei

Alle Buchensemble-Mitglieder mögen Kurzgeschichten. Zumindest auf die eine oder andere Weise. Kia liest sie zum Beispiel nur gedruckt, Curly in allen Medien, Dean mag sie nicht als Roman zusammengefasst und M. D. Grand schreibt sie lieber, als dass sie sie liest. In diesem Beitrag liest du, was unserer Meinung nach eine gute Kurzgeschichte ausmacht, unter welchen Bedingungen wir sie mögen und woher diese Textsorte eigentlich kommt. Zum Schluss werfen wir auch noch einen Blick in die Kristallkugel, um die Zukunft der Kurzgeschichte vorauszusagen ...
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Starke Frauenfiguren – muss es immer stark sein?

Starke Frauenfiguren – muss es immer stark sein?

Die „starke Frau“ wird in Romanen erwartet, geliebt, kritisiert, dargestellt oder auch vermisst– kurz: thematisiert. Leser*innen wollen die starke Frauenfigur als Heldin sehen, die mit Mut und Intelligenz ausgestattet ist und sich ihren Herausforderungen stellt. Wir finden: Charaktereigenschaften haben kein Geschlecht und kein Problem ist gelöst, wenn Frauen in von männlichen Charakterzügen dominierte Rollen gedrängt werden, nur, um sie mit Stärke auszustatten. Das Buchensemble möchte sich auf die Fragen rund um das Thema Frauenfiguren stürzen. Fragen nach den Charaktereigenschaften, nach Trends, Klischees und wie diese gebrochen werden können. Heute bekommt ihr ein Update für neue Perspektiven auf die starke Frau in der Literatur ...
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Antagonisten – Gegengewicht und stilles Herzstück einer Geschichte

Antagonisten – Gegengewicht und stilles Herzstück einer Geschichte

Wir vom Buchensemble haben uns Gedanken macht, was uns beim Lesen begeistert, welche Figuren uns bewegen und zum Weiterlesen animieren. Eine besonders spaltende Rolle kommt in vielen Geschichten dem Antagonisten zu. Der Antagonist oder die Antagonistin bildet den Gegenpol zum Protagonisten, ist Gegenspielerin, Feind, Nervensäge oder schlicht und ergreifend das Böse in Person. Ich habe mich mit der Frage befasst, was eine gute Antagonistin eigentlich ausmacht und auch unsere Rezensierenden dazu befragt ...
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Warum Autoren lesen sollten

Warum Autorinnen und Autoren lesen sollten

Autoren schreiben, Autoren lesen. Beim Buchensemble sind alle Rezensent*innen gleichzeitig auch Schriftsteller. Als Autoren wollen wir unseren Rezensionen eine gewisse Tiere verleihen und wurden schon das ein oder andere Mal für unsere Perspektive bei Buchrezensionen gelobt. Aber dahinter steckt noch mehr: Wir sind der Meinung, dass Autor*innen lesen sollten. Frei nach Kia, das bin ich: Je mehr du liest, desto Autor. Je mehr wir Schriftstellerinnen lesen, desto mehr verstehen wir auch von unserem Handwerk. Magret sagt: "Ich glaube, als Autor*in ist es nicht möglich, beim Lesen nicht zu lernen. Ich verstehe auch Schreibende nicht, die selbst nicht lesen. Wie kann man sich so sehr für ein Medium interessieren und gleichzeitig nicht?" ...
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Warum wir für das Buchensemble schreiben

Warum wir für das Buchensemble schreiben

Hey! Wir sind das Buchensemble. Wir haben uns noch gar nicht ausführlich vorgestellt. Wir bestehen aus sieben Rezensent*innen, die zugleich auch Schriftsteller sind. Unser Buchblog zeichnet sich dadurch aus, dass die Rezensionen durch unsere Schreiberfahrung eine gewisse Tiefe haben. Jeden Donnerstag erscheint eine neue Rezension – zuletzt hat Marlen eine Ode an "Wenn es nur Licht gäbe, bevor es dunkel wird" verfasst. Aber warum schreiben wir überhaupt Rezensionen? Und warum ausgerechnet für das Buchensemble? Darauf wollen wir in diesem Artikel eine Antwort geben ...
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