Kategorie: Gegenwartsliteratur

Wieder richtig atmen und bluten können – Niemals ohne sie

Wieder richtig atmen und bluten können – Niemals ohne sie

Die hundsarme Familie Cardinal besteht aus einem selten anwesenden Vater, der ein Zinkvorkommen entdeckt hat, der Mutter, die ebenfalls nicht oft da ist, weil sie nur am kochen ist, und einundzwanzig Kinder, manche schon selbst erwachsen, andere machen noch halbe Babys. Sie sehen sich als die Helden des Dorfes – das immerhin nur wegen der Zinkentdeckung ihres Vaters existiert – und empfinden die Spießigkeit der anderen als Beleidigung. Sie sind wild und sie sind frei, vor allem aber sind sie stolz.

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Schlecht oder Ungewöhnlich? – In Gesellschaft kleiner Bomben

Schlecht oder Ungewöhnlich? – In Gesellschaft kleiner Bomben

Eine kleine Bombe geht auf einem indischen Markt hoch und verändert damit das Leben der Protagonisten für immer. Terroristen, Opfer, Angehörige und die Bombe selbst – mit wechselnden Perspektiven verfolgt der Roman die Lebensläufe verschiedener Figuren und versucht dabei laut Klappentext, folgende Fragen zu beantworten: Was macht Terrorismus mit uns? Und wie werden Menschen zu Terroristen?

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Was für ein Titel! – Das Mädchen, das in der Metro las

Was für ein Titel! – Das Mädchen, das in der Metro las

Juliette ist eine ganz normale junge Frau, mit einem ganz normalen Job und einem auch sonst sehr normalen Leben, die gerne liest. Moment. Was ist eigentlich normal? Und wer bestimmt, was normal ist und warum sollte Juliette sich daran halten. Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Immobilienmaklerin auseinandersetzt, nachdem die dem kautzigen Soliman begegnet. Der verlässt sein zuhause niemals und lebt inmitten von Büchern. Nicht nur das, er lebt sogar in Büchern und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die richtigen Bücher an die richtigen Menschen zu bringen.

Nachdem Juliette zunächst eine seiner Kuriere wird, muss Soliman überraschend fort und bittet sie, sich um seine Tochter zu kümmern. Juliette krempelt ihr Leben um. Und das nicht nur einmal.

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Gar nicht gut gealtert – Wer die Nachtigall stört

Gar nicht gut gealtert – Wer die Nachtigall stört

„Wer die Nachtigall stört“ ist die Geschichte von Jean Louise aka Scout, einem jungen Mädchen, das in den 1930er Jahren in einer kleinen Stadt in Alabama aufwächst. Es hat seinen eigenen Kopf, will keine Kleider tragen, lieber mit den Jungs spielen oder Bücher lesen statt eine Lady zu werden. Ihr Vater Atticus ist Anwalt, der einen afroamerikanischen Mann vor Gericht vertritt, der fälschlicherweise eines Verbrechens beschuldigt wird. Das findet wiederum ein Teil der Stadtbewohner – gelinde gesagt – nicht gut. Außerdem gibt es noch so allerlei andere unkonventionelle Charaktere, die Scouts Kindheit zu einem besonderen Erlebnis machen.

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Ein echter Silberstreif am Horizont – Silver Linings

Ein echter Silberstreif am Horizont – Silver Linings

Als Pat Peoples die Psychoklinik verlässt, will er eigentlich nur eines: das Herz seiner Frau Nikki zurückgewinnen. Warum er überhaupt an dem schlimmen Ort war, weiß er nicht mehr so genau. Aber er ist ziemlich froh, wieder zuhause zu sein, bei seiner fürsorglichen Mum, seinem grimmigem Dad, seinem erfolgreichen Bruder. Die freuen sich zwar auch über Pats Rückkehr, weniger aber über seine Pläne. Immer, wenn die Sprache auf Nikki kommt, wechseln alle das Thema. Alle außer Tiffany. Aber die ist selbst ein bisschen verrückt und verfolgt ihn beim Laufen. Trotzdem scheint sie die einzige zu sein, die genau wie er an den Silberstreifen am Horizont glaubt. Und Pat langsam den Glauben verliert, ist es ausgerechnet sie, die ihm einen vielversprechenden Deal anbietet…

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Es hätten fünf Sterne sein können – Zusammen ist man weniger allein

Es hätten fünf Sterne sein können – Zusammen ist man weniger allein

Philibert, von verarmtem Adel, ist zwar ein historisches Genie, doch wenn er mit Menschen spricht, gerät er ins Stottern. Camille, magersüchtig und künstlerisch begabt, verdient sich ihren Lebensunterhalt in einer Putzkolonne, und Franck schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal. Er liebt Frauen, Motorräder und seine Großmutter Paulette, die keine Lust aufs Altersheim hat. Vier grundverschiedene Menschen in einer verrückten Wohngemeinschaft in Paris, die sich lieben, streiten, bis die Fetzen fliegen, und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen.

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Romantik für intellektuelle Träumer – Das Erwachen der Señorita Prim

Romantik für intellektuelle Träumer – Das Erwachen der Señorita Prim

Die Señorita Prim ist das rauschende Leben der modernen Welt überdrüssig und flieht samt ihrer unzähligen akadmischen Titel in eine Privatbibliothek eines abgelegenen kleinen Ortes. Ihr neuer Arbeitgeber hat jedoch eigentlich nur eine Anforderung an seine neue Bibliothekarin: Sie soll über keinerlei akademische Laufbahn verfügen. Trotz ihres unangemessenen Lebenslaufes, bekommt die junge Frau die Stelle und stürzt sich voller Eifer in die Sortierung der umfangreichen Bibliothek.

Bald merkt sie, dass nicht nur ihr Arbeitgeber, der Mann im Armsessel, etwas exzentrisch ist. Der gesamte Ort bildet eine Kommune, die sich vom Rauschen der modernen Welt abgewandt hat und seine eignenen ideale verfolgt. Zwischen Zitronenkeksen, Käsekuchen und verstaubten Büchern verliert die Protagonistin schnell ihr Herz an dieses entrückte Leben.

 

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Die Essenz des Lebens verstehen lernen – Ein Leben mehr [Rezension]

Die Essenz des Lebens verstehen lernen – Ein Leben mehr [Rezension]

Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Und während sie dem Rätsel um Boychucks Überleben nachgehen, entsteht etwas unter diesen Menschen, das niemand für möglich gehalten hätte. 

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Schicksal oder selber Schuld? – Die Unsterblichen [Rezension]

Schicksal oder selber Schuld? – Die Unsterblichen [Rezension]

Eine Wahrsagerin prophezeit vier Geschwistern im New York der 60er Jahre, an welchem Tag sie sterben werden. Angeblich glaubt keiner von ihnen an diesen Unsinn, aber dennoch fließt das Wissen von diesem Tag an in jede ihre Entscheidungen mit ein. Als sie ihrem Datum einer nach dem anderen näher kommen, stellt sich die große Frage: wird die alte Frau mit ihren Behauptungen Recht behalten?

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Sprachakrobatischer Hochseilakt – Es hätte mir genauso [Rezension]

Sprachakrobatischer Hochseilakt – Es hätte mir genauso [Rezension]

Ein Mann schließt sich bei einer Dinnerparty im Gästezimmer ein und weigert sich, herauszukommen. Tage, Wochen, Monate bleibt er da drinnen und erlangt sogar überregionale Prominenz. Fans und Reporter beginnen das Haus zu belagern – aber wer ist dieser Mann überhaupt? Und wieso hat er sich eingeschlossen?

Aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt Ali Smith die Geschichte von Miles Garth, aber eigentlich auch wieder nicht. Eigentlich erzählt sie viel mehr, erzählt auch über uns alle und hält der heutigen Gesellschaft dabei den Spiegel vor.

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