Perfekte Verwirrung – Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt [Rezension]

Perfekte Verwirrung – Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt [Rezension]

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt ist ein Roman von Peter Stamm, der mir als Liebesroman für meine Recherchen empfohlen wurde. Eigentlich wollte ich Klischees, aber die Buchhändlerin ist es wohl eher gewohnt, klischeelose Bücher zu empfehlen, und so kam ich an diesen gefühlt völlig liebesfreien Roman über das verwirrte Universum im Bezug auf zwei Paare.

Lena und Chris (2) sind jung. Magdalena hat ihren Chris (1) verlassen. Chris (1) macht einen langen Spaziergang mit Lena und erzählt ihr, wie sie ihren Chris (2) kennengelernt hat, wie ihre Schauspielerkarriere verlaufen ist und welche Fehler sie bisher gemacht hat und welche sie noch machen wird.

Read More Read More

Kia über Kurzgeschichten

Kia liest. Nicht nur Sachbücher zur persönlichen Entwicklung und Schreibratgeber, sondern auch Entwicklungsromane, nerdige Science Fiction und alles, was zwischen Utopie und Dystopie ein bisschen Drama angereichert hat. Beim Buchensemble gibt sie hin und wieder Einblicke in ihre Reiseberichte, die sie beim Durchqueren spannender Welten anfertigt.

Bizarre, traurig-witzige Welt des intellektuellen Missverstandenen – Sorck

Bizarre, traurig-witzige Welt des intellektuellen Missverstandenen – Sorck

Martin Sorck steht an der Straße und betrachtet seine brennende Wohnung.
Nur zwei Koffer und ein Kreuzfahrtticket bleiben ihm.
Doch spätestens, als sich der erste Landgang als paramilitärische Übung entpuppt, droht auch der Urlaub zur Katastrophe zu werden… 

Read More Read More

Magret liest nie, ohne dabei zu schimpfen. Am wenigsten mag sie wiedergekäute Ideen, leere Worthülsen oder Floskeln. Dafür steht sie auf Experimente, selbst wenn sie schiefgehen. Die Figuren sind ihr wichtiger als der Plot. Daher liest sie vor allem Entwicklungsromane, klassische und welche der Gegenwartsliteratur.

960 Seiten emotionale Achterbahn – Ein wenig Leben [Rezension]

960 Seiten emotionale Achterbahn – Ein wenig Leben [Rezension]

Ein wenig Leben wollte ich eigentlich nicht lesen. Zu viel Hype. Zu dick. Außerdem: Ein Entwicklungsroman über vier Freunde in New York, in dem es um deren Beziehung zueinander geht, hat mich thematisch wenig angesprochen. Und dann habe ich es doch gekauft, aus einem Impuls heraus, weil ich so viel Positives darüber gehört hatte. „Berührend“, „herzzerreißend“, „Jahreshighlight“, „absoluter Must-Read“, wurde es genannt. Also habe ich es mitgenommen, dieses wunderbare Buch mit dem poetischen Originaltitel A Little Life.

Und dann stand es in meinem Regal, so herumgedreht, dass ich jeden Tag einen Blick auf das Cover hatte, den „Orgasmic Man“, das ewig verzerrte Gesicht, ob vor Schmerz oder Ekstase wusste ich nicht und weiß es auch jetzt nicht. Überhaupt weiß ich nicht, was ich jetzt mit mir anfangen soll, jetzt, nach dieser Lektüre. Was ich weiß, ist das: Ein wenig Leben hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und nicht wieder losgelassen, auch jetzt nicht, wo ich es längst wieder zugeschlagen habe. Und, dass es um viel mehr geht, als bloß um Freundschaft: Es geht um ein ganzes Leben.

Read More Read More

S. M Gruber über Frauenfiguren

Bücherphie, das bin ich, wenn ich mich auf Instagram und meinem Blog herumtreibe. Und S. M. Gruber, das bin auch ich, aber wenn ich Bücher schreibe.

Perfekt ist es ja eigentlich nie, oder? – Dein perfektes Jahr [Rezension]

Perfekt ist es ja eigentlich nie, oder? – Dein perfektes Jahr [Rezension]

Was auf den ersten Blick nach einem Lebensratgeber klingt, ist in Wahrheit ein liebevoller Roman, der zwei sehr unterschiedliche Menschen miteinander verbindet. Auch der Leser wird dabei auf eine Reise zwischen Leichtigkeit und Tragik, Optimismus und festgefahrenen Vorstellungen entführt.

Zum Inhalt: Der hochrangige, aber gelangweilte Verleger Jonathan Grief und die enthusiastische Erzieherin Hannah könnten unterschiedlicher nicht sein. Ihre Leben haben keinerlei Berührungspunkte, bis ein Kalender die beiden auf schon fast magische Weise mit einander verbindet. Ein Kalender, der für Hannah Hoffnung und Kummer zugleich bedeutet, während er Jonathans Leben Stück für Stück in Frage und auf den Kopf stellt. Doch auch die so selbstsichere, optimistische Hannah hat im Verlauf der Geschichte eine Lektion zu lernen.

 

Read More Read More

Dean Wilkens

Geschichten mochte Dean schon immer. Am liebsten vertieft er sich in solche, die seiner Welt nahekommen, aber doch in ihrer Form freier und unkonventioneller sind. Dass dabei so manches Mal fragwürdige Moralvorstellungen, Magisches oder Morbides vorkommt, ist ganz nach seinem Geschmack. Wenn er nicht gerade selbst mit Schreiben, Zeichnen oder Musizieren beschäftigt ist, liest Dean viel und teilt diesbezüglich auch gerne seine Leseerfahrungen. So wie hier im Buchensemble.

Unabhängig vereint – Hier treffen sich fünf Flüsse [Rezension]

Unabhängig vereint – Hier treffen sich fünf Flüsse [Rezension]

In “Hier treffen sich fünf Flüsse” von Barney Norris geht es um fünf Geschichten, die sich zart an einigen Stellen berühren. Das Buch beginnt ganz unscheinbar mit der Geschichte “Ein Turm wie ein brennender Pfeil”, der die Entstehungsgeschichte Englands und Salisburys beschreibt und weitestgehend geheimnisvoll bleibt. Fahrt nimmt die Geschichte auf mit “Die andere Stadt”. Rita ist alt, Blumenhändlerin, Grasdealerin und leidet unter ihrem Leben. Die Vergangenheit holt sie ein, davon erzählt sie dem Leser, und ihre Familie hat den Glauben an sie verloren und verstößt sie. Sie entschließt sich, ihr Leben hinter sich zu lassen und fährt mit dem Moped weg. Hauptsache weg, was zum Henker sie mit ihrer Zukunft anstellen wolle, würde sie schon noch merken.

Dann kommt es zum Unfall. Ein Auto fährt seitlich in das Moped, und einige Menschen beobachten den Unfall. In “Ein Fluss, der sich kräuselt wie Rauch” geht es um einen Jungen, der auf einer Jungsschule ist. Sein Vater hat Krebs und liegt im Krankenhaus, aber gleichzeitig versucht er, sein jugendliches Leben zu handlen, die Chorproben zu überstehen und endlich das Mädchen anzusprechen, das ihm gefällt.

Die vierte Geschichte, “Den Sternen so nah wie möglich”, handelt von einem Farmer, der von der Polizei verhört wird. Er erzählt von seiner Liebe und wie es zu diesem furchtbaren Unfall mit dem Moped kommen konnte.

Die fünfte Geschichte, “Tief mitten im Nirgendwo” besteht aus Tagebucheinträgen. Eine Mutter und Ehefrau spricht darin zu ihrem Mann, der in der Armee dient. Sie hat einen Unfall beobachtet und versickert in ihrer Depression. Dann kommt ihr Sohn zu Besuch, und sie weiß nichts mit ihm anzufangen, wie sie schon nichts mit sich anfangen kann.

Am Schluss entführt uns “Hier treffen sich fünf Flüsse” wieder zu “Ein Turm wie ein brennender Pfeil”, und all die unabhängigen Geschichten kommen zusammen.

Read More Read More

Kia über Kurzgeschichten

Kia liest. Nicht nur Sachbücher zur persönlichen Entwicklung und Schreibratgeber, sondern auch Entwicklungsromane, nerdige Science Fiction und alles, was zwischen Utopie und Dystopie ein bisschen Drama angereichert hat. Beim Buchensemble gibt sie hin und wieder Einblicke in ihre Reiseberichte, die sie beim Durchqueren spannender Welten anfertigt.

Der Hundertjährige kehrt zurück – mehr schlecht als recht [Rezension]

Der Hundertjährige kehrt zurück – mehr schlecht als recht [Rezension]

“Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten” ist die Fortsetzung des Weltbestsellers „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, welches ich ebenfalls hier rezensierte und das mir sehr gut gefiel. Meine Erwartungen an dieses Buch waren also recht hoch, wurden aber leider nicht erfüllt.
Inhaltlich schafft es der hundertjährige Allan Karlsson von einer Panne in die nächste zu stolpern und dabei etlichen wichtigen Staatsleuten über den Weg zu laufen. Er gerät dabei in Intrigen und politische Machenschaften, die stets drohen einen neuen Krieg auszulösen. Dennoch gelingt es ihm immer wieder zu entkommen.

 

Read More Read More

Dean Wilkens

Geschichten mochte Dean schon immer. Am liebsten vertieft er sich in solche, die seiner Welt nahekommen, aber doch in ihrer Form freier und unkonventioneller sind. Dass dabei so manches Mal fragwürdige Moralvorstellungen, Magisches oder Morbides vorkommt, ist ganz nach seinem Geschmack. Wenn er nicht gerade selbst mit Schreiben, Zeichnen oder Musizieren beschäftigt ist, liest Dean viel und teilt diesbezüglich auch gerne seine Leseerfahrungen. So wie hier im Buchensemble.

Wer versteht schon die Franzosen? – Im Durcheinanderland der Liebe [Rezension]

Wer versteht schon die Franzosen? – Im Durcheinanderland der Liebe [Rezension]

Im Durcheinanderland der Liebe geht es um Ulik, der Botschafter der Inuit, der zu Gast in der Welt der Kablunak ist. Kablunak, das sind die Bleichgesichter. Weiße Menschen. In diesem Fall, wie könnte es bei François Lelord anders sein: Die Kablunak sind Franzosen. Eigentlich ist Ulik mit Naravanava verlobt, und er will sie nicht mit einem Konkurrenten wie Kuristivocq allein lassen. Dennoch kommt er nach Paris, und dort lernt er neben Marie-Alix auch andere reizenden Frauen kennen. Diese bringen Ulik ganz schön durcheinander. Damit ist nicht das typische Liebesroman-Kopfverdrehen gemeint, sondern ein sehr spezielles, Inuit-Frankreich-Kopfverdrehen, ein Ist-das-noch-Sexismus-oder-Tradition-Kopfverdrehen. Eine schöne Geschichte, die in typischer Lelord-Manier konstruiert und erzählt ist.

Read More Read More

Kia über Kurzgeschichten

Kia liest. Nicht nur Sachbücher zur persönlichen Entwicklung und Schreibratgeber, sondern auch Entwicklungsromane, nerdige Science Fiction und alles, was zwischen Utopie und Dystopie ein bisschen Drama angereichert hat. Beim Buchensemble gibt sie hin und wieder Einblicke in ihre Reiseberichte, die sie beim Durchqueren spannender Welten anfertigt.

Junge ODER Mädchen. Dazwischen gibt’s nichts. – Boy2Girl [Rezension]

Junge ODER Mädchen. Dazwischen gibt’s nichts. – Boy2Girl [Rezension]

Matts Cousin zieht zu ihm. Er ist langhaarig, amerikanisch, stinkt und benimmt sich aggressiv und irgendwie komisch. Na klar, seine Mutter ist gerade gestorben, da ist man etwas komisch. Aber Sam bringt nur Ärger. Um ihn nach einem Vorfall in der Clique loszuwerden, tragen Matt und seine beiden Freunde ihm eine unmögliche Mutprobe auf. Die soll er nicht schaffen, und dann haben Matt und die Jungs endlich Ruhe vor diesem komischen Jungen. Sam soll sich als Samantha in der neuen Schule vorstellen. Als Mädchen. Komplett. Eine Woche lang. Dabei soll Sam die blöden Zicken, mit denen die “Bunkerbande” schon immer Krieg hatte, aushorchen. Dann aber kommt alles anders: Die auszuhorchenden Zicken werden Sams ernsthafte Freundinnen. Er fühlt sich wohl unter ihnen, und es war, als wäre er schon immer ein Mädchen gewesen …

 

Read More Read More

Kia über Kurzgeschichten

Kia liest. Nicht nur Sachbücher zur persönlichen Entwicklung und Schreibratgeber, sondern auch Entwicklungsromane, nerdige Science Fiction und alles, was zwischen Utopie und Dystopie ein bisschen Drama angereichert hat. Beim Buchensemble gibt sie hin und wieder Einblicke in ihre Reiseberichte, die sie beim Durchqueren spannender Welten anfertigt.

Der Hundertjährige, dessen Titel zu lang ist… [Rezension]

Der Hundertjährige, dessen Titel zu lang ist… [Rezension]

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand ist kein anderer als Allan Karlsson, der frustriert darüber, dass das mit dem Sterben immer noch nicht geklappt hat, beschließt seine eigene Geburtstagsparty zu schwänzen. Auf der ungeplanten Flucht stielt er kurz darauf einen Koffer mit unerwartet wertvollem Inhalt, wodurch sich nicht nur die Polizei, sondern auch die schwedische Mafia an seine Fersen heften. Eine amüsante Geschichte über eine schlecht geplante Flucht mit spannenden Charakteren und unerwarteten Wendungen.

 

Read More Read More

Dean Wilkens

Geschichten mochte Dean schon immer. Am liebsten vertieft er sich in solche, die seiner Welt nahekommen, aber doch in ihrer Form freier und unkonventioneller sind. Dass dabei so manches Mal fragwürdige Moralvorstellungen, Magisches oder Morbides vorkommt, ist ganz nach seinem Geschmack. Wenn er nicht gerade selbst mit Schreiben, Zeichnen oder Musizieren beschäftigt ist, liest Dean viel und teilt diesbezüglich auch gerne seine Leseerfahrungen. So wie hier im Buchensemble.

Ein wortschmeichelndes Rätsel ohne Lösung – Dein Paradies wächst [Rezension]

Ein wortschmeichelndes Rätsel ohne Lösung – Dein Paradies wächst [Rezension]

Dein Paradies wächst* von Julia von Rein-Hrubesch erzählt nicht “die eine” Geschichte, es erzählt viele Geschichten und jeder muss seine eigene darin finden. Durch die Augen eines unbekannten, rästelhaften Protagonisten begleiten wir Yara, die ein seltsames Leben führt. Sie wandelt auf dem Grat zwischen dem Alltag eines gewöhnlichen Teenagers und dem Leben, das das Rätsel, welches sie umgibt, ihr aufzwingt. Der Protagonist weiß vieles, beinahe alles und doch fällt es ihm schwer, Yara zu ergründen. Letztlich geht es in der Geschichte jedoch um Entscheidungen. Wer will ich sein und zu welchem Preis? Worauf kommt es im Leben an und womit muss ich es ausfüllen?

Read More Read More

Wiebke über Trilogien

Wiebke liest alles, was ihr interessant erscheint und nicht Horror ist. (Sonst kann Wiebke nicht schlafen.) Verschiedene Gattungen der Fantastik findet sie besonders häufig interessant und sie liebt den klassischen Krimi. Bilderbücher sind ihre große Leidenschaft und sie sammelt sie nicht nur für ihre Kinder. Einst studierte Wiebke Geschichte und Germanistik, allerdings störte sie das dazugehörige Lehramt irgendwann dermaßen, dass sie damit aufhörte und sich vorerst ausschließlich dem Schreiben eigener Bücher widmet.